Philipp Mosmann (Uni Göttingen): Historische Formen und zukünftige Entwicklungen der Sharing Economy

Die Idee des Tauschens, Teilens und Verleihens ist jedoch nicht neu. Vielmehr weist die Sharing Economy viele Gemeinsamkeiten mit vergleichbaren historischen Modellen auf. Auf diese geht Philipp Mosmann von der Universität Göttingen in seinem Vortrag "Von der ruralen Notwendigkeit zum urbanen Lifestyle: Historische Formen und Entwicklungen einer Sharing Economy" ein.

Die Sharing Economy als modernes Phänomen steht für eine alternative Form des Wirtschaftens, die nicht durch dauerhaften Besitz, sondern temporäre Nutzung bestimmt ist. Dabei vollzieht sich in den letzten Jahren ein sukzessiver Wandel in den Verfügungsrechten, der das Potenzial hat, das bestehende Verständnis von Wirtschaft zu verändern und tradierte Verteilungsstrukturen aufzubrechen. Folglich wird die Sharing Economy mit der Entstehung neuer, innovativer Geschäftsmodelle verbunden.

Die Idee des Tauschens, Teilens und Verleihens ist jedoch nicht neu. Vielmehr weist die Sharing Economy viele Gemeinsamkeiten mit vergleichbaren historischen Modellen auf: Besonders im ländlichen Raum verkörpert das Tauschen, Teilen und Verleihen seit jeher ein Grundmodell wirtschaftlicher sowie sozialer Aktivität, das in vielen unterschiedlichen Lebensbereichen Anwendung fand und noch immer findet.

Philipp Mosmann gibt in seinem Vortrag einen Überblick über verschiedene historische Formen, verweist auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu heutigen Modellen und blickt auf künftige Entwicklungen einer Sharing Economy.

 

Über den Vortragenden:

Philipp Mosmann (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Organisation und Unternehmensentwicklung der Georg-August-Universität Göttingen. Er studierte Geschichte und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Göttingen und der Universidad Complutense in Madrid mit den Schwerpunkten Organisation und Unternehmensentwicklung.


16.10.17