Steuerung und Kontrolle in der Sharing Economy: Wie können Sharing Organisationen die Tätigkeiten ihrer Community-Mitglieder auf ein gemeinsames Ziel ausrichten?


In der organisationswissenschaftlichen Forschung spielt die Frage nach der Steuerung und Kontrolle von Organisationsmitgliedern eine gravierende Rolle. Das Aufkommen von neuartigen Geschäftsmodellen der Sharing Economy stellt die Gültigkeit des bestehenden Wissens allerdings vor zahlreiche Herausforderungen. Im vorliegenden Kapitel beschreiben Indre Maurer, Jennifer Klutt, Philipp Mosmann und Mark Okraku die Ergebnisse ihrer qualitativen und quantitativen Studien zu Steuerungs- und Kontrollmechanismen von Sharing Organisationen.

Aufgrund des idealistischen Charakters der neuen Geschäftsmodelle in der Sharing Economy, der vielfach mit Nachhaltigkeitsbestrebungen, gemeinschaftlichen Aktivitäten oder der Bekämpfung von Ungleichheit einhergeht, überrascht es nicht, dass Steuerung über Normen und Werte eine hohe Re-levanz hat. Diese Relevanz konnten wir über alle Kategorien der Sharing Economy hinweg beobachten. Wenngleich clanbasierte Steuerung (mit Ausnahme der Mobilitätsplattformen) deutlich überwog, konnte vielfach allerdings auch Hybridität beobachtet werden. Diese lässt sich zumeist mit individuellen organisationalen Eigenheiten und Geschäftsmodellcharakteristika, die auf Effizienz oder die Verringerung von Unsicherheit ausgerichtet sind, begründen. Somit lässt sich feststellen, dass klassische Konzeptualisierung von organisationaler Steuerung zwar eine gewisse Erklärungskraft für die Sharing Economy besitzen, das vielfache Vorhandensein von Mischformen allerdings die Schwie-rigkeiten bisheriger Konzepte für die Analyse der Sharing Economy offenlegt.

Den vollständigen i-share Report III finden sie hier


11.04.22

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