Aktuelle Umfragen

Weiterführende Informationen zu den Umfragen

Aktuell gibt es fünf Umfragen, mit denen wir folgende Forschungsfragen beantworten möchten:

Im Weiteren erhalten Sie weiterführende Informationen zu den einzelnen Umfragen. Bei inhaltlichen Fragen oder Anregungen zu den einzelnen Umfragen, wenden Sie sich gerne an die jeweils angegebenen Ansprechpartner.

 

Organisationsmodell und Wirkung

Welche Wirkung haben unterschiedliche Organisationsmodelle in der Sharing Economy? Welche Wirkung hat die Sharing Economy als Ganzes? Diese Fragen werden häufig in den Medien diskutiert, verlässliche Antworten gibt es aber bisher nicht. Mit der Umfrage Organisationsmodell und Wirkung wollen wir Antworten finden.

Um die Wirkung von Organisationen und der Sharing Economy insgesamt zu erfassen, verwenden wir ein etabliertes Modell zur Wirkungsmessung: Die Input-Output-Outcome-Impact (IOOI)-Wirkungskette. Es handelt sich dabei um ein etabliertes Instrument zur Wirkungsanalyse, welches den Zusammenhang zwischen eingesetzten Ressourcen (Input), Aktivitäten und Leistungen (Ouput), Effekten auf Zielgruppen (Outcome) und Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft (Impact) beschreibt .

Die eingesetzten Ressourcen beschreiben den Input, der zur Produktion oder Leistungserstellung benötigt wird. Dazu gehören insbesondere personelle Ressourcen. Der Output umfasst sowohl die durchgeführten Aktivitäten, als auch die unmittelbaren und zählbaren Produkte und Dienstleistungen, die durch ebendiese Aktivitäten hergestellt werden. Im Kontext der Sharing Economy gehören soziale Interaktionen und Transaktionen zu den wichtigen Outputs. Im Rahmen des Outcomes werden die Effekte und der Nutzen für die Zielgruppen betrachtet. Dazu können neben den NutzerInnen auch weitere Stakeholdergruppen zählen. Somit erfolgt die Erfassung von Informationen zur Analyse von Input, Output und Outcome auf Ebene von Organisationen. Im Fragebogen finden Sie deshalb Fragen, die aus Indikatoren abgeleitet sind, die sich auf diese drei Elemente beziehen. Der Impact wird auf Makroebene ermittelt. Dabei werden die Konsequenzen der Organisationsaktivitäten für die gesamte Gesellschaft untersucht.

 

Steuerung und Kontrolle

Charakteristisch für Organisationen der Sharing Economy ist eine vielseitige und lebendige Community, welche in die Prozesse des Teilens, Tauschens oder Verleihens eingebunden ist.

Sprechen wir im Folgenden von Community, sind Personen gemeint, die in Verbindung mit den Organisationen Leistungen erbringen oder in Anspruch nehmen und in gegenseitigem Kontakt stehen. Zur Gewährleistung eines friedlichen Miteinanders sowie reibungsloser Transaktionen, ist die Steuerung und Kontrolle der Community-Mitglieder unerlässlich. Die Abwägung einer Vielzahl von möglichen Steuerungs- und Kontrollformen, die von Regeln und Pflichten bis hin zu gesellschaftlichen Normen und Prinzipien reichen, stellt Organisationen vor große Herausforderungen.

Da sich die Forschung zu dem Phänomen der Sharing Economy noch in ihren Anfängen befindet, gibt es bisher nur wenig fundierte Informationen, welche derartige Herausforderungen beseitigen können. Folgende Forschungsfragen sind hierbei von besonderem Interesse für uns:

  • Wie verhalten sich die Community-Mitglieder der Organisationen untereinander?
  • Welche Bedeutung haben Normen und Vereinbarungen auf die Steuerung der Community-Mitglieder in den Organisationen?
  • Welche Rolle spielen Regeln und klare Verfahrensvorgaben für Transaktionen und Interaktionen?

Die Teilnahme an der vorliegenden Befragung bietet den Organisationen einen genaueren Überblick sowie eine Auswertung der durch die verwendeten Maßnahmen in Relation zu anderen Vertretern der Sharing Economy. Auf dieser Grundlage eröffnen sich für Möglichkeiten zur Verbesserung der jeweiligen Steuerungs- und Kontrollmechanismen. Erste Ergebnisse erhalten die Teilnehmer sofort nach Beendigung der Befragung.

 

Umfeld und Verbreitung

Wie sind die Rahmenbedingungn für Sharing Economy-Organisationen? Welche Akteure aus Ihrem Umfeld unterstützen Ihre Organisation und welche behindern Sie in Ihrem Handeln? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben wir die Umfrage Umfeld und Verbreitung entwickelt. Die Umfrage basiert auf einem konzeptionelle Modell zum Umfeld von Sharing Economy-Organisationen. Das Modell ist in der folgenden Abbildung veranschaulicht und im Weiteren kurz beschrieben.

Sharing Organisationen stellen Angebote und Dienstleistungen bereit, die das Teilen, Tauschen und Gemeinsam-Nutzen von Räumen, Produkten und auch immateriellen Ressourcen wie Arbeitszeit oder finanziellen Mitteln ermöglichen. Angebote und Dienstleistungen werden für eine Community bereitgestellt. Besonderes Merkmal vieler Sharing Organisationen ist, dass die Community an der Erstellung und Bereitstellung von Angeboten und Dienstleistungen beteiligt ist. Zum Beispiel, indem Freiwillige eine Sharing Initiative unterstützen oder indem in Peer-to-Peer Modellen private Leistungsanbieter ihre eigenen Produkte zum Tauschen und Teilen bereitstellen.

Sharing Organisationen sind dabei nicht autark in Ihrem Handeln, sondern sie interagieren mit verschiedenen Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik: Sie kooperieren zum Beispiel mit anderen Sharing Organisationen, ergänzen die Angebote von etablierten Unternehmen aus verschiedenen Branchen, sie werden von Kommunen oder Bürgervereinen unterstützt. Darüber hinaus sind sie eingebettet in ein breiteres Umfeld: Das Verhalten und die Angebote von Sharing Organisationen und ihren Communities werden beeinflusst von gesellschaftlichen Werte, Normen und Branchenstandards, Regularien und Gesetzen. Die folgende Abbildung veranschaulicht diese Situation.

 

Community und Wachstum

Ihre Erfahrungen helfen wesentlich dabei, besser zu verstehen, wie Communities Sharing Economy Organisationen unterstützen und neue Möglichkeiten eröffnen. Unter Community – oder synonym Gemeinschaft  –  verstehen wir eine freiwillige Ansammlung von Personen, deren Interessen überlappen und dessen Handlungen teilweise durch die Zugehörigkeit zu der Community beeinflusst werden. Beispiele für Mitglieder einer Community sind registrierte Personen, Personen mit einer schriftlichen Mitgliedschaft oder Newsletter-Empfänger. Das Thema Community umfasst um folgende Fragestellungen:

  • Wie relevant stufen Sie die Community Ihrer Sharing Economy Organisation gegenwärtig ein?
  • Wie hat die Community Ihrer Sharing Economy Organisation in der Vergangenheit geholfen?

Ferner ermöglichen Ihre Erfahrungen ein besseres Verständnis des Wachstums von Sharing Economy Organisationen. Unter Wachstum verstehen wir, dass eine Organisation „mehr wird“ – beispielsweise mehr Mitglieder besitzt, mehr geografisch Bereiche abdeckt, oder mehr erwirtschaftet. Das Thema Wachstums umfasst folgende Fragestellungen:

  • Wie relevant ist für Ihre Sharing Economy Organisation Wachstum?
  • Welche Ideen bestehen hinsichtlich des Wachstums Ihrer Sharing Economy Organisation?
 

Technologie und Erfolg

Der Einsatz von Technologie wird heutzutage als wichtiger Treiber für den Erfolg einer Organisation angesehen. Neben der Unterstützung des operativen Betriebs, kann Technologie auch zur Differenzierung gegenüber Mittbewerbern eingesetzt werden. Viele Sharing Economy Organisationen nutzen Standard-Technologie, um auf die Organisation aufmerksam zu machen oder zwischen Angebot und Nachfrage zu vermitteln. Andere Sharing Economy Organisationen entwickeln eigene Hardware oder Software, um sich auf dem Markt zu positionieren. Es bleibt allerdings unklar, wie diese beiden Strategien zum Erfolg der jeweiligen Organisationen beitragen und welche dieser beiden Strategien erfolgsversprechender ist, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Mögliche Fragestellungen, die mit dieser Umfrage beantwortet werden können sind:

  • Welche Rolle spielt die Technologie generell für den Erfolg einer Sharing Economy Organisation?
  • Kann eine Sharing Economy Organisation durch den Einsatz von Standardtechnologie nachhaltig erfolgreich sein oder muss ab einer gewissen Reife der Organisation auf Eigenentwicklung oder einzigartige Technologie zurückgegriffen werden?
  • Welche der beiden Strategien hat die größeren Erfolgsaussichten?
 
Mark Okraku
Alexander Frey
Dr. Dominika Wruk
Dr. Dominika Wruk
Georg Reischauer
Alexander Frey
Dr. Achim Oberg
Philipp Mosmann
Dr. Manuel Trenz
Marina Friedrich
Marina Friedrich
Dr. Achim Oberg
Philipp Mosmann
Dr. Dominika Wruk
Georg Reischauer
Dr. Dominika Wruk
Mark Okraku
Prof. Johanna Mair, PhD
Dr. Manuel Trenz
Prof. Johanna Mair, PhD