Verbund

Die Verbundpartner bringen Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachbereichen der Betriebswirtschaftslehre (Organisationsforschung, Mittelstandsforschung, Non-Profit-Management), der Soziologie, der (Wirtschafts-) Informatik und der Urban Governance in das i-share Projekt ein. Neben ausgewiesenen wissenschaftlichen Kompetenzen verfügt der Forschungsverbund zusätzlich über praktische Kompetenzen bei der Beratung von Organisationen und der Politik. 

 

Organisationen in Deutschland

Institut für Mittelstandsforschung, Universität Mannheim
Das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm) erforscht unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Woywode in verschiedenen Projekten den Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Organisationen sowie die Voraussetzungen für die Diffusion neuer Praktiken im Mittelstand. Im Rahmen des i-share Vorhabens übernimmt das ifm die Identifikation und Kartierung von Sharing Economy Organisationen, die Durchführung der Befragung und die Abschätzung der gesamtgesellschaftlichen Wirkung.
Professur für Organisation und Unternehmensentwicklung, Georg-August-Universität Göttingen
Die Professur für Organisation und Unternehmensentwicklung der Universität Göttingen unter Leitung von Prof. Dr. Indre Maurer beschäftigt sich in ihren Forschungsprojekten mit der Einbettung von Organisationen in soziale Netzwerkbeziehungen und/oder institutionelle Normen sowie deren Bedeutung für die Entstehung und den Erfolg neuer flexibler Organisationsformen. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf der Analyse institutioneller Arrangements, d.h. der Steuerung und Koordination von Austauschbeziehungen durch soziale Mechanismen (Vertrauen, Beziehungsstärke, Normen etc.), aber auch ökonomische Mechanismen (Vertragsgestaltung). Im Rahmen des i-share Vorhabens übernimmt die Professur die institutionentheoretische Analyse, die Konzeption der großzahligen Befragung sowie einen Teil der statistischen Analyse.
Hertie School of Governance
Die Hertie School of Governance in Berlin ist eine internationale Hochschule für modernes Regieren in Berlin. An der Hertie School lehren und forschen international anerkannte Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaftler. Interdisziplinarität, Internationalität und hohe Praxisorientierung sind kennzeichnend für die Hertie School. Sie versteht sich als Impulsgeber für die öffentliche Debatte und bringt regelmäßig externe Experten, Akademiker und politische Entscheidungsträger zusammen, die ihre Beiträge zu aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen diskutieren. Im Rahmen des i-share-Vorhabens übernimmt die Hertie School of Governance vertreten durch Prof. Dr. Helmut K. Anheier und Prof. Johanna Mair, PhD., die Analyse von Geschäftsmodellen mit sozialen Zielsetzungen und die Ableitung gesellschaftlicher und politischer Handlungsempfehlungen.
Lehrstuhl für ABWL, Public & Nonprofit Management, Universität Mannheim
Am Lehrstuhl für ABWL, Public & Nonprofit Management an der Universität Mannheim unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Helmig existieren langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Konzeptualisierung und Operationalisierung komplexer hypothetischer Konstrukte, beispielsweise bei der Messung des Erfolges. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der Entwicklung von Multi-Item-Skalen. Kürzlich wurde beispielsweise ein Drittmittel-Forschungsprojekt gemeinsam mit UNICEF Deutschland abgeschlossen, bei dem ein Indikatoren-System entwickelt wurde, um den nicht-finanziellen Erfolg von UNICEF Deutschland messen zu können. Im Rahmen des ISHARE-Vorhabens übernimmt der Lehrstuhl insbesondere die Entwicklung der zu den Geschäftsmodellen passenden Indikatorensysteme.
Lehrstuhl für Information Systems & Management, Universität Augsburg
Die Forschergruppe am Lehrstuhl für Information Systems & Management an der Universität Augsburg unter Leitung von Prof. Dr. Daniel Veit untersucht die transformative Wirkung von Informationstechnologie in Wirtschaft und Gesellschaft. Hierbei werden als Untersuchungseinheiten sowohl die Organisationsebene wie zum Beispiel Unternehmen und öffentliche Behörden, als auch die individuelle Ebene, wie beispielsweise Kunden, Nutzer und Bürger betrachtet. Es stehen einerseits Phänomene im Bereich digitaler Geschäftsmodelle mit besonderem Fokus auf Unternehmensgründungen, Preisbildung, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit, Wettbewerb und Datenschutz im Zentrum der Betrachtung. Andererseits werden die Akzeptanz sowie die Auswirkungen der Nutzung von innovativen IT Artefakten und Dienstleistungen untersucht. Dies beinhaltet insbesondere Technologien wie Cloud Computing, elektronische Gesundheitsdienste sowie intelligente Energienetze. Im Rahmen des ISHARE-Vorhabens übernimmt der Lehrstuhl die technologische Analyse der digitalen Aspekte von Geschäftsmodellen.
Plattform GmbH
Die Plattform GmbH entwickelt seit 2004 Konzepte für kooperative Geschäftsmodelle im Profit- und Non-Profit-Bereich. So konzipiert und realisiert die Plattform GmbH für den Oldenbourg Verlag / Cornelsen eine Lernmaterialien-Plattform, in der Lehrer selbsterstellte Materialien tauschen oder gegen Zahlungen anbieten können. Im Projekt ?Kinder laufen für Kinder? der Plattform GmbH kooperieren bundesweit Schulen, um Spenden für die SOS-Kinderdörfer einzusammeln. Als Praxispartner im Forschungsverbund wird die Plattform GmbH zentrale Funktionen übernehmen, um die Transdisziplinarität des Forschungsprojekts sicher zu stellen. Dazu übernimmt die Plattform GmbH die Aufgabe, die Vielfalt, Ausgestaltung und Wirkung von Sharing Economy Organisationen schrittweise anschaulich im Internet darzustellen und so die Wahrnehmung des Forschungsprojekts im Feld der Sharing Economy Organisationen und in der breiteren Öffentlichkeit zu stärken.
 
 

Organisationen in Österreich

Forschungsinstitut für Urban Management und Governance der Wirtschaftsuniversität Wien
Modernes Stadtmanagement muss vielschichtigen wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen, technologischen, demographischen und kulturellen Veränderungen Rechnung tragen - und dies vor dem Hintergrund knapper werdender budgetärer Ressourcen. Das Forschungsinstitut fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Entscheidungsträgern in der kommunalen Verwaltung und unterstützt bei der Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme in urbanen und regionalen Kontexten.